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Das immaterielle Kulturerbe der UNESCO

Können und Wissen, das wir bewahren müssen: Von Murano-Glas aus Italien über die Holzarchitektur Japans bis zu Sambias Budima-Tanz

5 min
Das immaterielle Kulturerbe der UNESCO
Autor: Marie

Die UNESCO-Welterbeliste umfasst mehr als 1.000 Gebäude, Monumente und Naturlandschaften – wenn Sie gerne unterwegs sind, haben Sie bestimmt schon einige davon besucht. Keine Frage: Es sind beeindruckende Orte, die immer eine Reise wert sind. Doch wenn Sie die wahre Seele eines Landes ergründen möchten, müssen Sie tiefer blicken – und seine Traditionen und Handwerkskünste, seine Bräuche und Feste kennenlernen. 

Diesen Wissens- und Erfahrungsschatz, der von Generation zu Generation weitergegeben wird, bezeichnet die UNESCO als ‘immaterielles Kulturerbe’. Seit 2008 führen die Vereinten Nationen eine Liste kultureller Praktiken und Fertigkeiten, die nationale Identitäten prägen und besonders schützenswert sind. Über 100 Einträge sind bisher darin versammelt – viele sind bis heute lebendig, einige sind vom Verschwinden bedroht. 

Das macht es noch wichtiger, Sie mit eigenen Augen zu erleben. Wir laden Sie ein, die neuesten Einträge auf der UNESCO-Liste des immateriellen Kulturerbes zu entdecken: Von mundgeblasenem Murano-Glas in Italien über Japans Holzarchitektur und finnische Saunakultur bis hin zum uralten Wissen indigener Völker aus Kolumbien.

Singapur: Hawker Center

Das immaterielle Kulturerbe der UNESCO

Singapur ist berühmt für seine futuristische Architektur und Sehenswürdigkeiten wie das Clarke Quay und die Gardens by the Bay. Weniger bekannt ist die Tatsache, dass Singapur zu den kulinarischen Hotspots Südostasiens zählt. Garküchen, wie Sie in Thailand oder Vietnam zum Straßenbild gehören, sucht man in Singapur vergebens. Gutes und günstiges Streetfood ist stattdessen in sogenannten Hawker Centern zu finden.

Sie zu besuchen lohnt sich nicht nur wegen des köstlichen asiatischen Spezialitäten und der günstigen Preise. Hawker Center sind Orte der Begegnung – hier werden Kontakte geknüpft, es wird Schach gespielt und Live-Musik gelauscht. Die Bedeutung der Hawker Center hat auch die UNESCO erkannt – seit 2020 gehört ist die Tradition der Hawker Center immaterielles Kulturerbe. Über 100 Hawker Center finden sich in der Stadt, das berühmteste von ihnen steht in der Maxwell Road. Die Qualität der Speisen ist in der Regel sehr hoch – einige der Stände wurden sogar schon mit einem Michelin-Stern ausgezeichnet.

Italien: Murano-Glas

Das immaterielle Kulturerbe der UNESCO

Seit dem 13. Jahrhundert wird auf der Insel Murano mundgeblasenes Glas hergestellt. Die Manufakturen auf der in der Lagune von Venedig liegenden Insel stellen unter anderem Schalen, Gläser, Vasen und Perlen her. Die Perlen wurden einst als Zahlungsmittel eingesetzt – heute gelten Objekte aus Murano-Glas als Designklassiker. Seit 2020 ist die Handwerkskunst immaterielles Kulturerbe der UNESCO.

Extra-Tipp: Wenn Sie mit uns nach Italien reisen, können Sie diese über 700 Jahre alte Handwerkskunst hautnah erleben. Mit einem Motorboot gelangen Sie von Venedig nach Murano und besuchen eine traditionelle Glasmanufaktur. Sie erfahren Sie alles über den aufwendigen Prozess der Glasherstellung und schauen einem Glasbläser dabei zu, wie er die fragilen Kunstwerke vor Ihren Augen formt.

Japan: Holzarchitektur

osaka castle

Bis ins 19. Jahrhundert wurden Japans Städte zum Großteil aus Holz erbaut. Kein Wunder, schließlich ist ein Großteil des Landes mit Wäldern bedeckt. Die japanische Holzarchitektur schöpft aus einem jahrhundertealten Erfahrungsschatz, der 2020 von den Vereinten Nationen als immaterielles Kulturerbe anerkannt wurde. Die Liste umfasst 17 Fertigkeiten – von der Holzernte über den Bau bis hin zum Erhalt und der Restaurierung von Holzhäusern.

Im ganzen Land können Sie beeindruckende Zeugnisse dieser Handwerkskunst bewundern, darunter das Tsuen-Teehaus in Kyoto oder den Horyu-Ji-Tempel bei Osaka. Das mit 1200 Jahren älteste noch erhaltene Holzbauwerk der Welt zählt selbst zum Weltkulturerbe der UNESCO.

Finnland: Saunakultur

Das immaterielle Kulturerbe der UNESCO
Foto: Julius Jansson via Unsplash

Bei dieser Zahl kommt man ganz schön ins Schwitzen: Mehr als drei Millionen Saunen gibt es in Finnland – und das bei weniger als sechs Millionenen Einwohnern! Der Saunagang ist so etwas wie ein heiliges Ritual, das in jeder Familie anders ausgestaltet und von Generation zu Generation weitergegeben wird. 

Auch wenn viele Finnen über eine eigene Saune verfügen – öffentliche Saunen sind beliebte Treffpunkte und stets gut besucht. Wenn Sie in dem nordeuropäischen Land unterwegs sind, sollten Sie unbedingt einmal reinschauen. Die Sauna ist nicht nur ein Ort der Entspannung, sie ist ein Fenster zur Seele Finnlands.

Kolumbien: Mopa-Mopa-Baum

Video: UNESCO

Zusätzlich zu seinen neun Welterbestätten (zu denen unter anderem die Kaffeeregion und die Altstadt von Cartagena zählen) ist Kolumbien mit zahlreichen Traditionen auf der Liste des immateriellen Kulturerbes vertreten. Im vergangenen Jahr neu aufgenommen wurden die Techniken und das Wissen rund um den Mopa-Mopa-Baum. Das Harz des zwischen vier und zehn Meter großen Baumes wird geerntet, gefärbt und zu Lack verarbeitet. Dieser wird dann genutzt, um Möbel und Kunsthandwerk zu verzieren. 

Aufgrund der fortschreitenden Abholzung und des Klimawandels gilt der Mapo-Mapo-Baum als bedroht, weshalb die UNESCO die mit ihm in Verbindung stehenden Techniken als besonders schützenswert erachtet. Wenn Sie in auf Ihrer Kolumbien-Reise in den Departamentos Narino oder Putumayo unterwegs sind, sollten Sie auf den Märkten nach indigener Handwerkskunst Ausschau halten, die mit dem Lack aus dem Harz des Baumes verziert ist.

Sambia: Budima-Tanz

Video: UNESCO

Mit seinen abgelegenen, unberührten Nationalparks ist Sambia ein Sehnsuchtsort für Safari-Fans. Während es auf der klassischen Welterbe-Liste nur einmal vertreten ist, schafften es gleich vier sambische Tänze auf die Liste des immateriellen Kulturerbes – zuletzt der vom Volk der Wee praktizierte Budima-Tanz. Dieser wird zu besonderen Anlässen wie Hochzeiten, Beerdigungen oder zum Erntedankfest aufgeführt. Die Frauen hüllen sich für den Budima-Tanz in perlenbestickte Gewänder, die Männer schwingen Schilde und Speere. Zum Einsatz kommen außerdem verschiedene Instrumente wie Flöten,Trommeln, Trillerpfeifen und Trompeten.

Erleben Sie das immaterielle Kulturerbe der UNESCO hautnah – auf Ausflügen und Unternehmungen mit Enchanting Travels: Schauen Sie den Glasbläsern von Murano über die Schulter, bewundern Sie die Holztempel Japans und kosten Sie die Street-Food-Spezialitäten in den Hawker Centern Singapurs. Kontaktieren Sie unsere Experten und lassen Sie sich unverbindlich beraten.

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