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Marokkos Bergwelt – Das Leben der Nomaden

Die Oase Marokkos liegt im Hohen Atlas – einem Gebirge, dem große Legenden und faszinierende Folklore entspringen.

4 min
Pittoreskes Bergdorf Imlil im Hohen Atlas mit schneebedeckten Gipfeln in Marokko
Autor: Arjeta Lleshdedaj

Marokko, eines der neuesten Reiseziele von Enchanting Travels, ist ein höchst spannender Schmelztiegel, in dem sich östliche und westliche Kulturen zu einer besonderen Melange aus architektonischen Meisterwerken, kulinarischen Hochgenüssen und bildschönen Landschaften verbinden.

In Marokkos Bergwelt treffen Sie auf das Nomadenvolk der Berber

Die Herkunft der Berber

Die verschiedenen Berbervölker sind in Nordafrika beheimatet. Wie zahlreiche Höhlenmalereien belegen, haben sie eine jahrtausendealte Geschichte vorzuweisen, die bis in prähistorische Zeiten zurückreicht. Im Gegensatz zu den meisten Zivilisationen haben die Berber die römischen, arabischen und französischen Invasoren erfolgreich abgewehrt.

Abseits der engen labyrinthischen Gassen und der geschäftigen, bunten Souks von Marrakesch beginnt der Traum vom genügsamen Nomadenleben – genau hier liegt der Geist Marokkos verborgen.

Die Kultur der Berber wurde durch mündliche Erzählungen und Lieder von Generation zu Generation weitergegeben und auf diese Weise bis heute bewahrt. In den Bergdörfern der Berber können Sie mit etwas Glück das Flötenspiel und die rhythmischen Schläge der Trommeln vernehmen, zu denen getanzt wird – so auch im Rahmen von Ritualen zur Abwehr böser Geister.

Traditionelle Bekleidung auf den Straßen von Chefchaouen

Der traditionelle Glaube ist im wahrsten Sinne des Wortes mit dem täglichen Leben verwoben: Viele Berberfrauen weben Teppiche und verwenden dabei natürliche Farben, um die typischen geometrischen Muster in den Stoff einzuarbeiten. Diese sind oft eine bildhafte Darstellung jener Geschichten, die von alters her überliefert worden sind.

Ursprünglich waren die Berber Kaufleute, die ihre Waren durch die hohen Berge und tiefen Täler der Sahara bis hin nach Nordmarokko transportierten. Heutzutage stehen sie für einen nomadischen Lebensstil mit Schwerpunkt auf der Nutztierhaltung. Die Berber waren schon immer Experten in der Zähmung von Huftieren, seien es Kamele, Pferde oder Esel.

Handgefertigte Keramik vor einem Geschäft in Essaouira

In der Bergluft liegt wohl die Quelle kreativer Kraft, denn die Berber sind überdies talentierte Kunsthandwerker. Jede indigene Ethnie der Berber rühmt sich ihres eigenen Spezialhandwerks, seien es handgefertigte Babouches (Pantoffeln), Kaftane (lange Hemden in Form einer altrömischen Tunika) und nicht zuletzt Silberschmuck.

Vergangenheit und Zukunft

Die Kasbah du Toubkal ist ein auf einer Hügelkuppe gelegenes Hotel im Stile einer Festung. Es thront erhaben über den vereinzelten Siedlungen der Berber, ist aber zugleich Symbol der Wertschätzung für die Gemeinschaft und Umwelt. Es ist das Herzstück eines sehr entlegenen Gebiets.

Das am Fuße des höchsten Gipfels Nordafrikas gelegene Anwesen diente einst als Sommerresidenz eines Feudalherrn, war jedoch schließlich bis Mitte der 90er Jahre nicht viel mehr als eine bröckelnde Ruine. Der heutige Eigentümer wurde über einen lokalen Bergführer und angesehenen Anführer eines kleinen benachbarten Berberdorfes erstmals mit der Kasbah bekannt gemacht.

Das Speisezimmer der Kasbah du Toubkal

Mit der wohlgeplanten und nachhaltigen Renovierung der Kasbah wurde nicht bloß ein Gebäude wiederaufgebaut, sondern gleich die Wirtschaft einer ganzen Berggemeinde. Zudem hat sie eine innige Partnerschaft zu den hiesigen Dorfbewohnern geschaffen, die nicht nur die Belegschaft der Kasbah bilden, sondern auf diese Weise auch Mittel generieren, die dem Wohl der ganzen Gemeinde dienen – sei es zur Anschaffung eines Krankenwagens oder zur schulischen Bildung der Kinder.

Einen gewissen Gegensatz zur stillen Abgeschiedenheit dieser alten Kasbah bildet die warme Offenherzigkeit des Personals. Hier wird natürliche, aufrichtige Gastfreundschaft gelebt, und nicht bloß angelernte Höflichkeit exerziert – sei es in Form einer dampfenden Tasse marokkanischen Minztees oder beim Ausplaudern von Familiengeschichten, die Ihnen garantiert ein Lächeln ins Gesicht zaubern.

Agafay Wüstencamp in der Nähe von Marrakesch

Beobachten Sie das sich stetig ändernde Panorama, während sich die Sonne über die Bergkette hinweg bewegt und dabei unerwartete Lichtphänomene erzeugt. Die gemütliche Inneneinrichtung mit natürlichen Materialien und dem behaglichen Kamin rundet die magische Kulisse ab. Und wenn Sie erst einmal eine echte Tajine gekostet haben, das beliebteste Gericht der Region, das in einem Schmorgefäß aus Lehm zubereitet und mit Couscous serviert wird, möchten Sie vielleicht nie wieder gehen.

Glücklicherweise locken die vielen Trekking- und Wanderwege Sie hinaus in die frische Bergluft. Unterwegs werden Sie von gastfreundlichen Berberfamilien zu traditionellen Mittagessen in ihre authentischen Unterkünfte eingeladen. Ihr Bergführer bringt Ihnen bei einer Heilkräuter- Wanderung gerne die reiche Vielfalt der einheimischen Pflanzen und Kräuter näher, die für die Zubereitung von Heilmitteln eingesetzt werden.

Marokkanischer Minztee – Frisch gebrüht ein Genuss

Wenn Sie schließlich Ihre Rückkehr in die moderne Zivilisation antreten, lassen Sie vielleicht den nomadischen Lebensstil hinter sich; den inspirierenden Geist der Gastfreundschaft aber, der Sie hier beseelt hat, werden Sie von nun an immer in sich tragen.

Traditioneller Lastentransport in der blauen Stadt – Chefchaouen

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