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Mit anderen Augen sehen – Ein Myanmar Reisebericht

Unser Reiseexperte und Mitarbeiter des deutschen Marketing-Teams, Dennis Tuczay, war für Enchanting Travels auf Testreise unterwegs im Land der tausend Pagoden. Welche Eindrücke er in Myanmar sammelte und was er über Land und Leute zu erzählen hat, lesen Sie in seinem Myanmar Reisebericht.

7 min
Ein junger Mönch und ein Junge in Myanmar genießen die Aussicht vom Mandalay Berg auf die Stadt und die goldene Pagode im Hintergrund
Autor: Dennis Tuczay

– Dennis Tuczay ist als Reiseexperte und Content Spezialist für Enchanting Travels tätig. Von Marokko über Sri Lanka bis Singapur bereiste er bereits mehr als 40 Länder weltweit. Ein Großteil seiner Reisen führte ihn in verschiedene Länder Südostasiens. Für uns hat er seine Myanmar Reiseerfahrung zu Papier gebracht.

Myanmar Reisebericht:

Myanmar, wo liegt das eigentlich?” So lautete meistens die erste Frage, die Freunde und Bekannte mir stellten, als ich vor 5 Jahren mit dem Gedanken spielte, das Land, das bis 1989 unter dem Namen ‘Birma’ bekannt war, auf den Plan meiner mehrmonatigen Südostasienreise zu setzen. Der Mangel an Zeit und die Wahl einer alternativen Reiseroute verhinderten damals meinen Besuch in Myanmar – vorerst.

Myanmar hat sich im Laufe der Jahre zu einer beliebten Touristendestination entwickelt.

In diesen 5 Jahren ist viel passiert. Die bereits 2011 begonnene Öffnung des Landes ist weiter vorangeschritten und Myanmar hat sich immer mehr zur beliebten Touristendestination für Backpacker, wie Individualreisende entwickelt. Als ich Freunden und Bekannten im Mai diesen Jahres erzählte, dass ich für Enchanting Travels eine Reise nach Myanmar unternehmen würde, lautete die überwiegende Mehrheit der Antworten daher “Oh wie schön!” “Wohin fahrt ihr?” “Ich war auch schon in Myanmar!”

Von Mandalay nach Yangon – Die Reiseroute

Mandalay (A) Salay (B)Bagan (C)Kalaw (D)Inle See (E)Loikaw (F)Yangon (G)

7 Tage für knapp 1.300 Kilometer zu Land, Luft und Wasser. Was sich Enchanting Travels für das fünfköpfige Team, bestehend aus Mitarbeitern aus den Büros in München, Delhi und Bangalore vorgenommen hat, ist ambitioniert. Verständlich – gilt es doch so viele Orte, Hotels und Aktivitäten, wie möglich in der begrenzt zur Verfügung stehenden Zeit für unsere Gäste zu testen.

7 Orte in 7 Tagen – Die Reiseroute sieht nur wenig Zeit zum Durchatmen vor

Myanmar Reisebericht – Die ersten Eindrücke

Mandalay

Es ist heiß. Erdrückend heiß. Die feuchte Hitzewand, die mir beim Verlassen des Flughafens in Mandalay, unserem Ort der Einreise, entgegenschlägt, treibt mir binnen weniger Minuten den Schweiß auf die Stirn. Wir schreiben den 23. Juni. Es ist Nebensaison, denn in den Monaten Juni bis Oktober herrscht in dem an Indien, Bangladesch, China, Laos und Thailand grenzenden Vielvölkerstaat Regenzeit. Erst zwischen November und März beginnt die beste Reisezeit für Myanmar.

Die beste Reisezeit für Myanmar ist November bis März.

Vorbei an kargen Feldern und vereinzelten Verkaufsständen, die hungrige und durstige Reisende am Straßenrand mit exotischem Obst, Gemüse, bunten Chipstüten und Getränken versorgen, legen wir auf dem staubigen Highway die ersten Kilometer unserer Myanmar Reise zurück. Nach etwa einer Stunde Fahrt erreichen wir Mandalay.

Die mit 1,6 Millionen Einwohnern zweitgrößte Stadt des Landes gilt bis heute als das eigentliche Zentrum der myanmarischen Kultur. Traditionelle Handwerkskünste wie Holzschnitzerei, Bildhauerei, Goldblatt- und Zigarrenherstellung sind in der Metropole am Flussufer des Ayeyarwady, der Lebensader Myanmars, immer noch weit verbreitet.

Wimmeliges Straßenbild von Mandalay in Myanmar mit Menschen auf offener Ladefläche eines Transporters
Mandalay – Öffentlicher Nahverkehr auf myanmarisch

Ich schärfe meine Sinne.

Die Geräusche der zwei- und vierrädrigen Verkehrsteilnehmer, die Leuchtreklamen mit den großen Lettern in Sanskrit, die Gerüche und nicht zuletzt die Hitze, der ich in unserem klimatisierten Fahrzeug für einen Moment entkommen bin, wecken Erinnerungen an meine vielen vergangenen Reisen nach Südostasien. Ein wärmendes Gefühl von Vertrautheit kocht in mir hoch und dennoch bekomme ich schon kurz nach Ankunft an unserem ersten Ziel eine Vorahnung: irgendetwas unterscheidet Myanmar von anderen südostasiatischen Ländern.

Mehr als Mönche und Pagoden

Myanmar, das Land der tausend Pagoden. An der Richtigkeit dieses Beinamens lässt diese Reise vom ersten Moment an nicht den geringsten Zweifel aufkommen. Wir besuchen den Mandalay Berg und das auf der Spitze der Anhöhe gelegene buddhistische Kloster mit der glitzernden Sutaungpyei Pagode. Die bloße Anzahl an kleinen und großen, aufwendig verzierten und einfach gestalteten, steinernen, silbernen und goldenen Pagoden, die wir bereits auf dem Weg zum Mandalay Berg durch die Scheiben unseres Vans erblicken, lässt uns zum ersten Mal auf dieser Reise sprachlos zurück.

Myanmar_Golden pagodas on top of Mandalay Hill with sun setting in the background
Die goldenen Spitzen der Pagoden ragen in den Himmel von Mandalay

Auf Socken – wie es sich für den Besuch einer buddhistischen Stätte gehört – steigen wir die Stufen zur Aussichtsplattform des Mandalay Bergs hinauf, vorbei an dösenden Einheimischen, spielenden Kindern und kleinen Ständen, die religiöse Artefakte zum Kauf anbieten. Obwohl wir uns an einem durchaus touristischen Ort befinden: niemand bettelt, versucht uns etwas anzudrehen oder uns seine Dienste als Fremdenführer aufzudrängen. Stattdessen schlägt uns von allen Seiten eine offenkundig aufrichtige Herzlichkeit entgegen, zum Ausdruck gebracht in den Gesichtern unzähliger lächelnder Menschen.

Diese aufrichtige und unverfälschte Neugier an fremder Kultur fasziniert mich.

Oben angekommen tummeln sich zahlreiche Mönche zwischen neugierigen ausländischen Besuchern, während einige junge Novizen, in einer der schattigen Ecken des Tempelkomplexes verkrochen, strebsam den Kopf tief in ihre Lehrbücher stecken. Die Szenerie, die sich uns bietet, wirkt so alltäglich und ungestellt, dass diese Tatsache beinahe mehr Staunen in mir auslöst, als die Vielzahl wunderschöner Schreine, bunter Figuren und schimmernder Mosaikverzierungen um mich herum.

Goldverzierte Bogengänge eines Tempels in Myanmar bei Sonnenuntergang
Aussichtsplattform des Mandalay Bergs

Ich beobachte eine interessante Situation.

Vier einheimische Klosterschüler stehen um einen europäischen Touristen und lauschen mit offenen Mündern gespannt seinen Erzählungen. Die jungen Novizen kleben förmlich an den Lippen des Fremden, und scheinen sich seine ausgesprochenen Worte einander regelrecht wegschnappen zu wollen. Auch zu uns gesellen sich schnell ein paar der wissbegierigen, in orangene und rote Tücher gehüllten Teenager. Diese aufrichtige und unverfälschte Neugier an fremder Kultur fasziniert mich – und beruht auf Gegenseitigkeit. Die Einladung, den Klosterschülern spontan eine Unterrichtsstunde in Englisch zu geben, müssen wir aufgrund unseres straffen Zeitplans jedoch leider ausschlagen.

Tourist unterhält sich auf einer Aussichtsplattform des Mandalay-Bergs mit einer Gruppe von jungen buddhistischen Möchen in Myanmar
Begegnung der besonderen Art – In Myanmar kommen Reisende und Einheimische schnell ins Gespräch

Unser Reiseleiter Yan bringt uns auf erfrischend kurzweilige Art und in perfektem Englisch die Bedeutung der verschiedenen buddhistischen Devotionalien näher und nutzt immer wieder persönliche Anekdoten aus seinem Leben in Myanmar, um uns einen guten Einblick in die myanmarische Seele zu verschaffen. Die Erzählungen über seine Heimat und seine Landsleute verfestigten den Eindruck, den ich bereits während unserer ersten Stunden in Myanmar erhalten habe:

Wer Myanmar besucht, trifft auf offenherzige Menschen und erlebt Südostasien von seiner authentischen und unverfälschten Seite.

Myanmar – Land der tausend Höhepunkte

Als sei das nicht schon Grund genug für eine Reise nach Myanmar, weiß das Land der tausend Pagoden mit so vielen weiteren kulturellen, landschaftlichen und kulinarischen Highlights zu faszinieren. Naturliebhaber lassen sich vom malerischen Inle See und das umliegende beeindruckende Bergpanorama in den Bann ziehen oder begeben sich vom kolonialen Kalaw aus auf idyllische Wanderungen durchs Hochland. Kulturbegeisterte statten einheimischen Gemeinden einen Besuch in entlegenen Dörfern ab, um sich mit Hilfe unserer lokalen Reiseleiter mit den Bräuchen und Traditionen der indigenen myanmarischen Bevölkerung vertraut zu machen. Ein unvergessliches Erlebnis ist etwa die Begegnung mit den Langhals-Frauen des Kayan-Stammes in der Nähe von Loikaw.

Die vielseitige Natur, Kultur und Kulinarik macht Myanmar zu einem außergewöhnlichen Reiseziel in Südostasien.

Wer einen Faible für frische Meeresfrüchte und die gesunde, aromatische Küche Südostasiens hat, kommt in Myanmar ebenfalls voll auf seine Kosten. Auch in punkto Unterkünften kann Myanmar mit seinem großen Nachbarn und dem Tourismus-Vorreiter Südostasiens, Thailand, mithalten. Die vom Enchanting Travels Team aus erster Hand getestete Auswahl exklusiver Luxus-Unterkünfte macht Ihren Aufenthalt in Myanmar zu etwas ganz Besonderem.

Mandalay war nur der erste Stopp auf unserer Myanmar Reise. In den folgenden Tagen sollten unzählige weitere Höhepunkte auf uns warten, die selbst einem erfahrenen Südostasien-Reisenden regelmäßig die Sprache verschlugen.

Macht Ihnen dieser Myanmar Reisebericht Lust auf mehr? Wir planen Ihre Myanmar Reise ganz individuell nach Ihren Wünschen.

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